Der Kosteneffizienz-Ausweis

Mit Freude nehmen wir zur Kenntnis, dass ein Standard für die Darstellung von Kosten in Altersvorsorgeprodukten in Sicht ist. Bis März will die Produktinformationsstelle Altersvorsorge gemeinnützige GmbH (PIA) ihre Berechnungsmethode vorstellen. Die von die Fraunhofer-Gesellschaft ins Leben gerufene PIA entwickelt im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) einheitlich berechnete Kennzahlen, die als Produktinformation einen Vergleich von Vorsorgeprodukten ermöglichen wird. Das Informationsblatt weist neben einer Chancen-Risiko-Klassifizierung eben auch die Effektivkosten aus.

Das ist eine Entwicklung, die wir als Mavencare sehr befürworten.

Leider gilt diese Produktinformation nur für geförderte Altersvorsorgeprodukte, wie Riester- und Rürup-Verträge. Ebenso werden Kunden mit älteren Verträgen auch nicht in den Genuss kommen, die Effektivkosten ihrer bestehenden Verträge ablesen zu können. Man zielt hier lediglich auf Verbraucher ab, die Verträge abschließen möchten, nicht aber auf die Millionen Verbraucher, die bereits Renten- oder Lebensversicherungen abgeschlossen haben.

Die Rendite mindernde Kosten bereits laufender Policen sind für den Verbraucher kaum zu berechnen. Darüber hinaus werden von Gesellschaft zu Gesellschaft von Produkt zu Produkte Kosten in unterschiedlichster Weise erhoben. Für Verbraucher ist der offensichtliche Vergleich von Produkten unmöglich. Somit wissen Verbraucher auch nicht, ob sie ihre private Altersvorsorge sinnvoll gestaltet haben oder es vielleicht noch zu verbessern wäre.

NOAH schafft Kostentransparenz

Die durchschnittliche Renten- oder Lebensversicherung hat eine monatliche Sparrate von EUR 200 und läuft über 30 Jahre. Die akkumulierten Kosten über die gesamte Laufzeit belaufen sich in der Regel auf unglaubliche EUR 30.000 ohne Berücksichtigung von Abschlusskosten. Das sind im Schnitt EUR 1.000 pro Jahr bei einer Sparrate von EUR 2.400 per annum.

NOAH verschafft Verbrauchern die Transparenz, die Versicherer nur unter erschwerten Bedingungen zulassen. Transaktions-, Abschluss- und Verwaltungskosten, Ausgabeaufschläge, Fondsguthabenkosten und laufende Fondskosten, auch dargestellt als Gesamtkostenquote TER (Total Expense Ratio) entmündigen die Verbraucher, die sich der Kostenverworrenheit ergeben müssen. Diese Kosten sind Einkünfte der Versicherer.

NOAH entschlüsselt diese Kostenstrukturen. Das Ergebnis wird in einer ertragsmindernden Quote dargestellt. Die Berechnung fließt in die Ablaufleistung ein. Diese Quote oder Kennzahl wird auch als Reduction in Yield ( kurz RIY ) bezeichnet. Diese Minderung der Rendite kann bis zu 4,5%-Punkte pro Jahr ausmachen. Das bedeutet, bei einer Rendite des Fonds von 6% verbleiben dem Kunden lediglich 1,5%-Punkte Zuwachs.

NOAH berechnet aus Daten bestehender Versicherungsverträge die Effektivkosten und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Minderung. Wenn es sinnvoll ist, vergleicht NOAH auch adäquate Alternativprodukte.

Das Produkt erhält einen einzigartigen, individuellen Kosteneffizienz-Ausweis und gibt Verbrauchern Aufschluss darüber, ob ihr Vorsorgevertrag zur oberen Referenzklasse gehört oder nur eine mangelhafte Nettorendite aufgrund von zu hohen Kosten erwirtschaftet. Diese Transparenz kann sehr ernüchternd sein.

Autor: Werner Gerdts, GF, Mavencare GmbH
Effizienzausweis 2
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